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Künstlerkalender 2017
Künstlerkalender 2017
10,50 EUR
Cover
Charles Bukowski
Das Schlimmste kommt noch

ISBN: 978-3-423-20963-2
Taschenbuch - 352 Seiten - dtv
Erstveröffentlichung: 1983

Preis: 9,95 EUR

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Originaltitel:
Ham On Rye

Das Buch:
Dieser Roman aus dem Jahr 1982 sorgte für eine Mordsüberaschung. Selbst eingefleischte Bukowski-Kritiker erkannten die literarische Qualität an.
Er handelt von Bukowskis Kindheit und Jugend, seinen frühen Erfahrungen als Aussenseiter. Lange Zeit hielt er sich von diesem schmerzhaften Thema fern, obwohl Freunde und Verleger ihn immer wieder anfragten.
Noch Ende 1976, inzwischen 56-jährig, entgegnete er seinem Verleger:
Ich denke nicht, dass ich jemals fähig sein werde, dieses Kindheits-Buch zu schreiben. Vielleicht mal wenn ich 70 bin.
Schliesslich hat er es doch geschafft, diese brutale Katharsis auf sich zu nehmen. Zum Glück für uns alle. Dieses Buch ist auch ohne Blutvergiessen härter als jeder Tarantino-Streifen.

Inhalt:

Der junge Henry Chinaski hat es nicht leicht. Sein Vater ist ein spiessbürgerlicher Sadist, seine Mutter ein Heimchen. Seine Mitschüler fiese Typen. Henry bekommt die Härte des Lebens von Anfang an voll reingedrückt. Er hangelt sich eher schlecht durch die Schule, ohne sich grossen Hoffnungen für die Zukunft hinzugeben. Nur zwei Entdeckungen wecken sein Interesse: Sex und Alkohol.

Mit der Jugendzeit kommt auch die berühmte Akne - aber in Chinaskis Fall ist sie besonders schlimm. Damit hat er sich ein weiteres Handicap eingefangen, das ihn zum Aussenseiter prädestiniert. Er muss regelmässig ins Armenkrankenhaus und sich behandeln lassen. Die Situation dort ist kaum angetan, seine Stimmung zu heben.

Seinen düsteren Reflexionen überlassen versucht er einen Weg für sich zu finden, der ihn aus dem Anpassungsgehabe seiner Umwelt befreit und schottet sich immer mehr ab. Dass seine Eltern keinen Funken Verständnis für ihn aufbringen, überrascht ihn nicht mehr. Ihre Banalität quitiert er mit hartnäckigem Schweigen.

Einziger Lichtschimmer, der sein Dasein erträglich macht: die Literatur. Er liest D.H.Lawrence, Fante und Hemingway. Er beginnt auch selbst zu schreiben und mit Becker, einem Freund, diskutiert er darüber, was Literatur sein sollte, und was nicht.

Nach dem Abschluss schafft Henry die Trennung von den Eltern. Er zieht in ein ärmliches Hotel und studiert Journalistik. Als Amerika in den 2.Weltkrieg verwickelt wird geht sein einziger Freund an die Front, wo er sterben wird. Chinaski selbst wird ausgemustert. Die Zukunft in die er blickt sieht aber dennoch nicht rosig aus.

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